Eine Fachexpertise? Nein, die habe ich nicht, auch kein Diplom, o.ä. – aber da ist eine Leidenschaft für das Vergängliche, für Friedhöfe, für Sterbeanzeigen. Keine Todessehnsucht, aber doch ein Hang zu entsprechender Literatur. Ganz aktuell lese ich von Marilyn und Irving D. Yalom „Unzertrennlich – Über den Tod und das Leben“*. Beide haben unzählige Bücher verfasst. Irving D. Yalom ist einer meiner Lieblingsautoren – schon unendlich lange. In diesem Buch beschreiben seine Frau und er abwechselnd ihre Gedanken zum Abschiednehmen, zum Sterben, zum Tod. Man muss wissen, dass bei seiner Frau Marilyn mit 87 Jahren eine unheilbare Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Es ist beklemmend-schön, wie sie den Leser an dieser traumatischen Reise teilhaben lassen. Es gibt sicher keine absolute Wahrheit, keinen allgemein gültigen Weg zum Trauern und Abschied nehmen, aber Literatur kann helfen. Mir haben Bücher immer geholfen. Und ja: je besser man den Tod versteht, desto besser versteht man auch das Leben. Über den Tod wird nur ungern gesprochen. Das fängt bei meiner eigenen Mutter an, das hört tief inmitten der Gesellschaft auf. Wenn ich von meiner Idee STILLGARTEN erzähle, zucken alle meist ein wenig. Das ist schon irgendwie schräg – mag sein – aber dann so schräg doch auch wieder nicht. Als ob es den Tod nicht gäbe, nur weil man nicht über ihn spricht. Klingt das leichtfertig? Das soll es nicht – dafür ist das Thema tatsächlich zu ernst. Der Tod von Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten – aber auch von Menschen, die ich überhaupt nicht gekannt habe, wirft mich immer wieder aus der Bahn. Was ein wenig hilft: Literatur und lange Spaziergänge – und ich zünde gerne Kerzen an: in Kirchen und Zuhause, um an all die lieben Menschen zu erinnern, die nicht mehr unter uns sind.x Ist das ein Anfang mit uns? Erst wenn wir unsere Lieben vergessen, hören sie auf zu existieren… Diana
Ich denke das nicht fertig
Es ist unangenehm über Dinge nachzudenken, die unangenehm sind. Spontan fällt mir da der eigene Tod ein – die eigene